Fusion zwischen SELNET und Etschwerke Netz zu Edyna

Edyna ist die neue Stromverteilungsgesellschaft, die aus dem Zusammenschluss der SELNET GmbH und der Etschwerke Netz AG hervorgeht. Die Gesellschaft, die sich unter anderem für ein rund 8.700 Kilometer langes Stromnetz in Südtirol verantwortlich zeichnet, ist heute im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt worden.

Ab 1. Juli 2016 wird der neue Südtiroler Stromverteiler Edyna, eine Tochtergesellschaft des Energieunternehmens Alperia, operativ. „Die Stromverteilungsgesellschaft weist einen ganz neuen Namen mit neuem Logo auf, um die Trennung der Marken, wie von der Aufsichtsbehörde für Strom, Gas und Wasser vorgesehen, einzuhalten“, erklärt der Generaldirektor von Alperia, Johann Wohlfarter.

Edyna steht für Energie, Dynamik und Natur, „Eigenschaften, die für einen zuverlässigen und innovativen Stromverteiler von großer Bedeutung sind“, sagt die Präsidentin des Verwaltungsrates, Francesca Pasquali. Mit dem Slogan „Wir vernetzen Südtirols Energie“ soll verdeutlicht werden, dass Edyna ein lokales Unternehmen ist und Südtirol eine nachhaltige und sichere Energieversorgung garantiert. Im Verwaltungsrat von Edyna sitzen neben Pasquali auch Luis Amort, Generaldirektor und geschäftsführender Verwalter von Edyna, und Andreas Bordonetti, Technischer Direktor.

Der Zusammenschluss der beiden Stromverteiler SELNET und Etschwerke Netz erfolgt als Konsequenz aus der Fusion zwischen SEL und AEW und wird seit Anfang des Jahres vorbereitet. „Mit Edyna können wir gemeinsam weiterhin eine sichere und effiziente Energieversorgung in Südtirol gewährleisten“, sagt Luis Amort, Generaldirektor von Edyna. Die vergangenen sechs Monate waren geprägt von der Schaffung und Ausarbeitung des neuen Namens und Corporate Designs. Vorausgegangen sind die Abklärungen aus rechtlicher, aufsichtsrechtlicher und fiskalischer Sicht. Es folgte die Zusammensetzung der Führungsstruktur und der Organisation des neuen Unternehmens mit einem sehr straffen und auf die Stunde getimten Organisationsplans. Dies betraf unter anderem die Entscheidung und Einführung der Systeme, die Umstellung der Hardware und Software mit der Integration und Implementierung für alle 330 Mitarbeiter am Verwaltungssitz und den acht operativen Sitzen. Eine logistische Herausforderung stellte die Übersiedlung und Zusammenführung der Leitzentrale und sämtlicher Abteilungen und Bereiche in die neuen Büros dar, welche reibungslos und pünktlich abgelaufen ist.

„Um das Netz fit für die Zukunft zu machen und innovative und effiziente Lösungen zu installieren, wird Edyna in seine Infrastruktur, aber auch in wegweisende Projekte investieren“, sagt Amort. „Die nächsten Schritte und Herausforderungen stellen die Konsolidierung und Vereinheitlichung der Arbeitszeiten, Arbeitsmethoden, Magazinverwaltung und Zonen dar. Ein großer Mehrwert für unser Land wird die Vereinheitlichung und Zusammenführung der beiden Netzsysteme bedeuten, wo wir bereits an einem Masterplan arbeiten.“

Edyna ist für ein rund 8.700 Kilometer langes Stromnetz und die dazugehörigen Anlagen und Infrastrukturen verantwortlich, der Großteil davon sind Mittel- und Niederspannungsleitungen. „Damit versorgen wir direkt und indirekt nahezu alle 116 Südtiroler Gemeinden und mehr als 235.000 Abnehmer mit elektrischer Energie“, erklärt der Technische Direktor Andreas Bordonetti. Darüber hinaus betreibt Edyna auch das rund 113 Kilometer lange Erdgasnetz in der Gemeinde Meran, die öffentliche Beleuchtung in Meran und Bozen sowie die derzeit 23 Ladestationen für Elektrofahrzeuge in ganz Südtirol.

Um die Überwachung und Steuerung dieser Energienetze kümmert sich die Fernleitzentrale von Edyna. Von Bozen aus werden die Netze das ganz Jahr über 24 Stunden in Echtzeit kontrolliert, um bei auftretenden Störungen und Problemen sofort reagieren und so einen sicheren Verteilerdienst garantieren zu können.

Jene Stromkunden, die sich im Verteilergebiet der SELNET GmbH oder der Etschwerke Netz AG befinden, werden über den Zusammenschluss zu Edyna informiert. Für sie wird es dadurch zu keinerlei Änderungen kommen, ihr Versorgungsdienst wird weiterhin und ohne Unterbrechungen gewährleistet sein.

Bozen, 23. Juni 2016