Edyna: Mittelspannungsnetz in Bozen auf 20 kV vereinheitlicht

Investition von rund 45 Millionen Euro abgeschlossen, um die städtische Strominfrastruktur zu modernisieren und den steigenden Energiebedarf zu decken

Edyna, das Stromverteilungsunternehmen der Alperia Gruppe, hat die Vereinheitlichung des Mittelspannungsnetzes der Stadt Bozen auf 20 kV erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wurden rund 45 Millionen Euro investiert. Das 2016 gestartete Projekt ermöglichte die schrittweise Außerbetriebnahme der bisherigen Spannungsebenen von 6 und 16 kV und die Anpassung des gesamten städtischen Netzes an die heutigen technologischen Standards.

Die Maßnahmen erstreckten sich über das gesamte Stadtgebiet und umfassten die Erneuerung der Mittelspannungskabel, die Modernisierung der Netzinfrastruktur sowie die Installation von Transformatoren, die mit der neuen Spannungsebene kompatibel sind. Insgesamt wurden zwischen 2017 und 2026 499 Transformatoren ausgetauscht.

„Es handelte sich um ein besonders komplexes Projekt, das in einem dicht bebauten städtischen Umfeld mit zahlreichen unterirdischen Infrastrukturen umgesetzt wurde. Eingriffe in eine strategische Infrastruktur wie das städtische Stromnetz bei gleichzeitiger Sicherstellung der Versorgung erforderte eine sorgfältige Planung und einen erheblichen technischen sowie organisatorischen Einsatz“, betont Pierpaolo Zamunaro, CEO von Edyna.

An dem Projekt war das operative Personal von Edyna maßgeblich beteiligt und führte den Großteil der Arbeiten in Eigenregie durch. Diese Entscheidung ermöglichte es, das im Unternehmen vorhandene technische Know-how gezielt einzusetzen und eine kontinuierliche Präsenz auf den Baustellen sicherzustellen.

Um die Beeinträchtigungen für die Bevölkerung möglichst gering zu halten, wurden die Arbeiten nach Möglichkeit zeitlich mit anderen Baustellen in der Stadt abgestimmt. Insbesondere erfolgte die Umsetzung in Koordination mit den Bauarbeiten von Alperia Ecoplus zur Erweiterung des Fernwärmenetzes sowie mit den vom Gemeindeverwaltung Bozen geplanten Maßnahmen. Darüber hinaus begannen die Einsatzteams in mehreren Fällen bereits um 5.00 Uhr morgens, damit die für den Austausch der Transformatoren erforderlichen Stromunterbrechungen in einem Zeitfenster stattfinden konnten, das die Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger sowie auf Gewerbe- und Produktionsbetriebe möglichst geringhielt.

Die Standardisierung auf 20 kV verbessert nicht nur die Zuverlässigkeit der Stromverteilung, sondern erhöht auch die Fähigkeit des Netzes, der stetig wachsenden Nachfrage nach elektrischer Energie gerecht zu werden. Bozen verfügt damit über eine modernere und widerstandsfähigere Infrastruktur, die das sich wandelnde Verbrauchsverhalten von Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Diensten unterstützt und zugleich die Integration dezentraler erneuerbarer Energiequellen fördert. Dazu zählen beispielsweise Photovoltaikanlagen, die zunehmend auf den Dächern der Stadt installiert werden.